Streuzersetzung

Vor allem in Nadelholzbeständen, die lange dunkel gestanden sind, findet sich am Boden eine mächtige Streuauflage. Diese zersetzt sich nur, wenn Licht und Wärme in den Bestand kommen, daher sind Durchforstungen in regelmäßigen Abständen ratsam. Erst wenn die Nadelstreu zu einem Großteil zersetzt ist, kann der Bestand sich verjüngen, da der Samen in zu mächtiger Nadelstreu nicht keimt. Laubbäume, die mit ihrem Laubfall die Zusammensetzung der Bodenstreu positiv beeinflussen können dazu beitragen, dass sich Nadelholzbestände früher vorverjüngen und damit die Auswirkungen einer Kalamität (Sturm, Käfer) abmildern. Im Falle einer Kalamität kann dann auf eine teure Wiederaufforstung meist verzichtet werden, weil die Verjüngung meist zur Wiederbewaldung ausreichend ist.

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