Sicherung der Waldfunktionen

Im Landeswaldgesetz sind die drei Waldfunktionen, die Nutz-, Schutz-, und Erholungsfunktion als gleichberechtigt verankert. Die sogenannte „Kielwassertheorie“ besagt, dass mit einer nachhaltigen und ordnungsgemäßen Nutzung, die beiden anderen Waldfunktionen, also die Schutz- und Erholungsfunktion, sozusagen im Kielwasser der Nutzfunktion einhergehen.

Um ein einfaches Beispiel zu nennen: Wenn man den Wald bewirtschaften will, muss man ein Wegenetz anlegen um die Holzabfuhr zu gewährleisten. Diese Wege können nun von Spaziergängern, Radfahrern, Reitern etc. zu Erholungszwecken genutzt werden, womit die Erholungsfunktion erfüllt sei. Dadurch, dass an den Stellen, wo Wege verlaufen, die Sonne in den Wald scheint und den Schotter erwärmt, siedeln sich wärmeliebende Arten an, was einen Beitrag zum Naturschutz bedeutet. Oder, alleine die Tatsache, dass der Wald durch nachhaltiges Wirtschaften immer wieder Ertrag bringt, veranlasst den Besitzer dazu, ihn zu erhalten statt ihn in Ackerland oder Gewerbegebiet umzuwandeln, da er ihn wertschätzt, was hier wiederum ein Beitrag zur Schutzfunktion, in diesem Falle Bodenschutz als Trinkwasserspeicher bedeutet.

Nun ist es aber durchaus möglich, dass die Kommune noch andere wichtige Funktionen für den Wald sieht, bzw. die Schwerpunkte auf einen oder mehrere dieser Waldfunktionen legt.

Bei der Formulierung des Waldbaukonzeptes wird daher auf spezielle Anforderungen des Waldbesitzers an Funktionen seines Waldes eingegangen und im Gesamtkonzept berücksichtigt.

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