Bodenschonende Verfahren

Bodenschonende Verfahren helfen den Boden zu schützen. Hier kommt es vor allem auf den Zeitpunkt der Befahrung an, da die Verdichtung weniger stark ist, wenn geeignete Maschinen zum Einsatz kommen und wenn vor allem auf die Witterung geachtet wird. Befahrung sollte vor allem bei Frost oder Trockenheit stattfinden. Doch eines gilt auch hierbei zu beachten: Befahren ist befahren und eine Schädigung, auch wenn sie nicht sichtbar ist, ist ein Schaden entstanden und der Boden in seiner Leistungsfähigkeit gemindert.

Dies ist auf den Rückegassen der Fall. Rückegassen sind Erschließungslinien im Bestand, die zur Holzbringung verwendet werden. Sie werden im konventionellen Waldbau im Abstand zwanzig oder vierzig Metern angelegt und sind zwischen vier und viereinhalb, manchmal fünf Metern breit. Der Flächenverlust bei einem zwanzig Meter Gassensystem ist enorm, für eine vollmechanisierte Holzernte aber notwendig.

Nicht ganz so gravierend ist ein Gassensystem von vierzig Metern, wie es beispielsweise im Staatswald verwendet wird, wobei aber bei der Holzernte zusätzlich zum Vollerntereinsatz manuell, also mit der Motorsäge, zugefällt wird. Der Verlust der Produktionsfläche ist dennoch hoch und die Randwirkung der Befahrung am Gassenrand durch Wurzelquetschungen und die Qualitätsminderung der Randbäume durch die Innentraufwirkung sind deutlich spürbar.

Hier gilt es, Verfahren zu entwickeln, um diese negativen Auswirkungen der Erschließungslinien zu mindern.

Zurück zu Start oder zu Waldwissen.